Riesenstifte
Projekt „Die Riesenstifte“ Akteure Beteiligte Klassen: BFH 215 Höhere Berufsfachschule Sozial- und Gesundheitswesen, Schülerinnen, die Fachabitur machen, SFK 116 Sonderpädagogische Förderklasse, SchülerInnen mit einer leichten geistigen Behinderung, IFK 216 Internationale Förderklasse, überwiegend Flüchtlinge, insgesamt ca. 50 SchülerInnen. Kurzbeschreibung des Projektablaufs Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen von vier bis fünf Teilnehmern. Die Gruppen sind immer aus allen drei Klassen gemischt. Sie gestalten zwei Meter große Riesenstifte, die mit einem Seil, das in ca. fünf Meter Höhe über die Wiese am Haus Müllestumpe gespannt wird, gesichert oder auf den Boden gestellt werden. Sie produzieren auf diese Weise gemeinsam ein „Riesen“kunstwerk. Eine Schülergruppe dokumentiert das Projekt. Jeder Schüler erhält ein Exemplar der Dokumentation als Würdigung seiner Arbeit. Das Projekt findet statt  in der Woche vom 24. - 28.04.2017. Die Vernissage ist am 28.04.2017 um 13h. Die Riesen werden abgebaut am Mittwoch, 07.06.2017, von 8.30h – 10.30h. Zielsetzung Hauptzielsetzung ist die Begegnung und Zusammenarbeit von Jugendlichen unterschiedlichster gesellschaftlicher Herkunft und unterschiedlichster Fähigkeiten. So soll hier der Gedanke der Inklusion für eine Woche Wirklichkeit werden. Die Schüler erleben, dass sie gemeinsam ein großes Kunstwerk schaffen.
Die „Story“ Bekanntlich ist das Haus am Müllestumpe ein Projekt, das sich Inklusion von Menschen mit und ohne Behinderung zur zentralen Aufgabe gemacht hat. Nun hat sich das Haus bereits vor vier Jahren einer neuen Herausforderung gestellt: die Inklusion von Riesen. Und dies ist eine besondere Herausforderung. Denn Riesen sind sehr scheue Wesen. Oder haben Sie schon einmal einen Riesen gesehen? Trotz größter Anstrengungen ist es uns damals nicht gelungen, Riesen zur Mitarbeit in unserem Haus zu bewegen oder als Gäste zu gewinnen. Aber schließlich haben wir es damals geschafft, dass die Riesen bei uns die Wäsche waschen ließen. Das war zwar noch keine Inklusion, aber ein Anfang … Zwei Jahre nach der Riesenwäsche, kamen die Riesen selbst. Und nun wieder zwei Jahre später bedanken sich die Riesen für die herzliche Aufnahme im Müllestumpe und schenken dem Müllestumpe riesige Mengen Riesenstifte.
Entwerfen Alle neun Gruppen überlegen sich, wie die „Riesenstifte“ am Ende draußen angeordnet werden sollen, wie das gemeinsame „Riesen“kunstwerk schließlich aussehen soll. Dazu zeichnen sie Entwürfe auf ein weißes Blatt. Nachdem die Gruppen sich gegenseitig ihre Entwürfe vorgestellt haben, wurde abgestimmt, welcher Entwurf am Ende genutzt werden soll.
Ausgewählter Entwurf Jeder „Riesenstift“ wird mit einem Namen und der jeweiligen Nationalität als Flagge versehen. Am Ende, wenn alle Stifte fertig sind, sollen sie spiralförmig auf der Wiese des Hauses Müllestumpe angeordnet werden. Für diesen Entwurf hat die Mehrheit gestimmt.
Gestaltung der „Riesenstifte“ Jede Gruppe bekommt 8 Stifte - Holzpfähle, die noch mit einer weißen Farbe, der Grundierung, bestrichen werden müssen. Um ihre Kleidung nicht zu beschmutzen, tragen alle Schüler eine Schürze. Danach werden die Stifte mit den Namen und der dazugehörigen Nationalität des Schülers oder der Schülerin versehen. Im übrigen wird der Kreativität der Gruppen freien Lauf gelassen. In Teamarbeit gestalten die einzelnen Gruppen ihre Stifte.
Der Aufbau Damit   die   Riesenstifte   im   Boden   halten,   werden   Pfostenträger   auf   der   Wiese   vor   dem Haus   Müllestumpe   spiralförmig   platziert.   In   der   Mitte   der   Spirale   befindet   sich   eine aus   Draht   und   Holz   gebaute   Palme.   Die   restlichen   Riesenstifte   werden   an   einem   Seil mit Karabinerhaken aufgehängt.
Anbringung der Seile auf der Wiese „Müllestumpe“ Zusammen mit zwei Lehrern bringen die Schüler draußen auf der Wiese vom Haus Müllestumpe ein Seil an. Von einem Baum zum anderen wird ein Seil gespannt, an dem dann später einige der fertigen Riesenstifte hängen. Pfostenträger einschlagen Auf der selben Wiese, wo auch das Seil gespannt ist, wird zur Probe ein Pfostenträger eingeschlagen. In die Pfostenträger werden die Riesenstifte, die nicht gehängt werden, gestellt. So sind die Pfostenträger der Schuh dieser Riesenstifte.
Die Riesenstifte und ihre KünstlerInnenn Der Aufbau  Am Freitag um 13 Uhr haben wir unser „Riesen“kunstwerk feierlich mit einem Sektempfang eröffnet. Es sprachen unter anderen drei SchülerInnen: Sefer Jakupi, Jan Huckert und Julia Haase. Eröffnet wurde schließlich, indem zwei SchülerInnen ein rotes Zwergenband hielten und ein dritter dieses mit einer Zwergenschere durchschnitt. Jede SchülerIn kann nach dem Ende der Ausstellung einen Riesenstift mit nach hause nehmen. Die anderen werden für 10 Euro verkauft. Das Geld geht in die Klassenkassen, der beteiligten Klassen. Es gibt schon viele Interessenten.
Schüleräußerungen Wir haben einige Schüler während des Projektes gefragt, was sie von dem Projekt halten, wie es bis jetzt gelaufen ist und wie die Kommunikation der Gruppenmitglieder funktioniert. Melek: „Mir gefällt die Integration, die ohne Probleme von allen Schülern als selbstverständlich gesehen wird, dabei habe ich viel Spaß.“ Arzu: „Ich finde das Projekt sehr interessant. Es ist eine gute Abwechslung vom Schulalltag. Man lernt neue Leute und andere Seiten von vielen Schülern kennen.“ Sefer: „Die Arbeit macht mir viel Spaß, habe viele neue Dinge gelernt.“ Franziska + Edith: „Während der Projektwoche haben wir neue Leute kennengelernt. Da die Arbeit sehr abwechslungsreich ist, macht sie uns viel Spaß.“ Beatrix: „Am meisten gefällt mir an diesem Projekt die gute Teamarbeit. Dadurch habe ich viel gelernt.“ Anna: „In der Projektwoche wurde ich mit vielen neuen Situationen konfrontiert. Die Arbeit mit der Förderklasse und der internationalen Förderklasse bereitet mir viel Freude.“ Tom + Noah: „Die gemischte handwerkliche Arbeit macht uns am meisten Spaß. Wir fühlen uns hier während der Arbeit wohl.“
Beteiligte Schüler und Schülerinnen Sterntaler Bonn e.V.  Sterntaler Bonn wurde 1995 als gemeinnütziger Verein gegründet, um Bonner Kindern und Jugendlichen in sozialen Notlagen zu helfen. Die Finanzierung der Sterntaler- Aktivitäten erfolgt aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und den Sponsoren. Alle Vorstandsmitglieder und Helfer sind ehrenamtlich und uneigennützig tätig. Auch dieses Jahr unterstützen die Sterntaler Bonn e.V. unser Projekt „Die Riesen kommen“ mit 3000,00 Euro.   Es ist ein Anliegen von Sterntaler Bonn e.V. durch Initiierung neuer Projekte und Aktivitäten sonst oft benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Bonn eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität, eine Animation zu eigener Aktivität und eine Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten anzubieten. Haus Müllestumpe  Das Haus Müllestumpe ist ein gemeinnütziges Unternehmen. Inklusion von behinderten und nichtbehinderten Menschen ist die zentrale Zielsetzung des Unternehmens.  Deshalb ist das Haus Müllestumpe Integrationsunternehmen, in dem behinderte und nichtbehinderte festangestellte Mitarbeiter zusammenarbeiten, inklusives Kulturzentrum, wo alle kulturellen Angebote offen sind  für behinderte und nicht behinderte Interessierte, Stadtteilzentrum für Auerberg und Graurheindorf, Wohnort für Menschen mit Behinderung und selbstverständlich Restaurant, Hotel und Park mit Biergarten für alle Menschen dieser Welt zum Wohlfühlen. Als gemeinnütziges Unternehmen darf das Haus Müllestumpe keinen Gewinn erwirtschaften. Wird doch Gewinn erzielt, wird dieser wieder dem Zweck der Inklusion behinderter und nicht behinderter Menschen zugeführt. Die Vereinsmitglieder, die das Haus  Müllestumpe aufgebaut haben, arbeiten ehrenamtlich.
1. Akteure 2. Kurzbeschreibung 3. Story 4. Zielsetzung 5. Entwerfen 6. Ausgewählter Entwurf 7. Gestaltung der Riesenstifte 8. Anbringung der Seile 9. Pfostenträger einschlagen 10. Riesenstifte aufstellen 11. Schüleraußerungen 12. Vernissage 13. Beteiligte Lehrer und Schüler 14. Sterntaler e.V. - Haus am Müllestumpe e.V.