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DEUTSCH- FANZÖSISCHES SEMINAR

FÜR AUSZUBILDENDE DES SOZIALWESENS AUS LILLE/FRANKREICH UND STUDIERENDE DER FACHSCHULE FÜR SOZIALPÄDAGOGIK (ERZIEHER) DES ROBERT-WETZLAR-BERUFSKOLLEGS VOM 05.-10.06.16 IN GUMMERSBACH Im   Rahmen   eines   Förderprogramms   „100   Jahre   1.   Weltkrieg   -   100   Projekte   für   den   Frieden   in   Europa“   des   Deutsch-französischen   Jugendwerks   fand die   erste   von   drei   Begegnungen   zum   Thema   „Über   alte   Gräben   und   neue   Freunde   hin   zu   einem   gemeinsamen   Europa“   mit   je   15   deutschen   und französischen Schülern im Ferien-Zentrum-Lieberhausen in Gummersbach statt. Ziel   des   Projektes   ist,   Kenntnisse   und   Informationen   über   die   Zeit   des   20.   Jahrhunderts,   insbesondere   des   1.   Weltkrieges   zu   vermitteln.   Über   die Beschäftigung   mit   den   europäischen   Konfliktsituationen,   die   zum   ersten   Weltkrieg   geführt   haben,   soll   nach   Wegen   gesucht   werden,   die   ein   friedliches Miteinander garantieren und weiter fördern. Das   besondere   pädagogische   Konzept   ist   so   angelegt,   dass   es   auf   Gruppen   mit   unterschiedlichem   Alters-   und   Bildungshintergrund   übertragbar   ist und den Teilnehmenden Anregungen für ihre spätere pädagogische Berufstätigkeit geben soll. Organisiert wurde die Veranstaltung für zukünftig im pädagogischen Bereich tätige Personen vom Gustav-Stresemann-Institut Bonn. Zwei    deutsch-    und    französisch    sprechende   Animateure    aus    dem    theaterpädagogischen    Bereich    leiteten    das    Seminar    und    waren    gleichzeitig kompetente   Dolmetscher,   da   nur   wenige   Studierende   die   jeweils   andere   Sprache   beherrschten.   Das   Programm   dieser   ersten   Begegnung   bestand u.a.    aus    täglicher    Sprachanimation,    Theater-,    Rollen-    und    Bewegungsspielen.    Durch    lebendige    Vermittlungsmethoden    wurden    interkulturelle Gemeinsamkeiten   und   Unterschiede   thematisiert.   Insbesondere   bei   einem   französischen   Abend   konnten   die   „Ch'tis“   durch   Lieder,   Tänze   und kulinarische Spezialitäten ihre Region lebendig werden lassen. An   einem   Vormittag   stellten   die   deutschen   und   französischen   Studierenden   ihre   Ausbildungsgänge   und   späteren   Arbeitsbereiche   vor.   Hier   erhielten die    Teilnehmer    Kenntnisse    über    die    Unterschiede    zwischen    der    Erzieherausbildung    auf    der    deutschen    Seite    und    der    auf    Sozialarbeit    und Sonderpädagogik ausgerichteten Ausbildung der französischen Gruppe. Das   Thema   Erziehung,   Werte   und   Normen   vor   dem   1.   Weltkrieg   wurde   durch   eine   Exkursion   ins   Schulmuseum   nach   Bergisch-Gladbach   und   der aktiven   Teilnahme   an   einer   Unterrichtsstunde   vor   100   Jahren   aufgegriffen.   Eine   kommentierte   Führung   durch   die   aufschlussreiche   Sammlung   des Schulmuseums   ergänzte   den   Einblick   in   die   damalige   Zeit.   Die   Informationen   und   Eindrücke   dieses   Themenschwerpunktes   wurden   am   Folgetag   in einem   von   einer   Theaterpädagogin   geleiteten   Workshop   in   Form   von   kleinen   Spielszenen,   Pantomime   und   Standbildern   beeindruckend   von   den Schülern umgesetzt. In    ihrer    Freizeit    nutzten    die    Teilnehmer    gerne    die    vielen    Möglichkeiten    des    gut    ausgestatteten    Käte-Strobel-Hauses        (Schwimmbad,    Sauna, Kegelbahn, Tischtennis, Außengelände).   Diese   gemeinsamen Aktivitäten   förderten   weiterhin   das   gegenseitige   Kennnenlernen   und   den Austausch   der Partner. Vom    18.    bis    23.    September    '16    wird    das    zweite    Treffen    der    deutsch-französischen    Gruppe        in    Zusammenarbeit    mit    dem    französischen    Verein    Cefir    in Dunkerque/Frankreic h stattfinden. Ein drittes Seminar für die Fachschüler ist im November in Straßburg geplant. Ingrid Ley-Rohr
Robert-Wetzlar-Berufskolleg Unesco-Projekt-Schule